Im Spiegelbild des Lichts

Ein innovatives Beleuchtungsprojekt für die Revitalisierung einer Schwimmhalle

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Die Innenarchitektin und Diplom-Designerin Anne Batisweiler aus München ist bekannt für ihre ungewöhnlich kreativen Raumkonzeptionen. Kinos, Büros, Restaurants, Läden, Praxen, Hotels, Wohnungen und Häuser werden von ihrem dreiköpfigen Team gestaltet. Immer wieder sorgt sie dabei mit ihren außergewöhnlichen Ideen für überraschende, optische Reize.

Von den Besitzern eines Einfamilienhauses wurde sie gebeten, das noch aus den 70er Jahren stammende, im Keller untergebrachte Schwimmbad der Familie einer grundlegenden Revitalisierung zu unterziehen. Zentrale Aufgabe war dabei die Schaffung einer besonders weichen, entspannenden und wohltuenden Lichtstimmung.

„Der einzige Schmuck dieses Bades war eine an der Kopfwand des Raumes angebrachte Fototapete mit Palmenstrand“, erinnert sich Anne Batisweiler. „Das alles machte mehr den Eindruck einer überdimensionalen Schuhschachtel aus Stahlbeton und erinnerte mich an einen Luftschutzbunker. Von der entspannenden Atmosphäre einer Wellness-Oase war dieses Schwimmbad Lichtjahre entfernt.“

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Im Zuge der technischen Grunderneuerung wünschten sich die Besitzer des Hauses auch ein neues Gestaltungskonzept, dass die Begrenzungslinien der Schwimmhalle aufheben und über eine besondere Lichtstimmung getragen werden sollte –Licht als Balsam für Körper, Geist und Seele. Die Gestaltung des Schwimmbeckens und der direkten Umlauf-/Überlaufbereiche erfolgt durch Mosaikfliesen, bestehend aus dunkel- und hellblauen, türkisfarbenen, gelben und grünen Steinchen, kombiniert mit weißen Flächen an den Beckenwänden. Sie sollten dem Becken optisch mehr Tiefe verleihen und zudem als starke Lichtreflektionsfläche für die entlang laufenden Beckenstrahler dienen. Um die Begrenzungslinien des Gesamtraumes aufzuheben, wurden die Wand- und Deckenstöße über weiche Rundungen aufgehaben. So scheint die Architektur des Raumes fließend, ineinander übergehend. Wände und Decken gleiten ineinander, der Raum verliert seine Konturlinien und wirkt so größer als er eigentlich ist. Der strenge Formalismus des Raumes wird aufgehoben, er wirkt harmonisch und wohltuend.

Die Aufhebung der räumlichen Begrenzung verstärkt sich durch das einzigartige Beleuchtungskonzept, das in einer Kombination aus direktem Licht beseht. Für direktes Licht sorgen zentrale Schwimmbadleuchten unter Wasser, dazu Strahlerreihen links und rechts des Beckens und zwei Strahlerleuchten, die in das Deckengewölbe hinein strahlen. Diese Installation können kombiniert geschaltet werden.

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Die eigentliche Stimmung aber, das Mystische des Raumes, überzeugen 500 verschieden große, aufgeklebte und eingespachtelte Spiegelscheiben mit Durchmessern von 30 bis 80 mm. Sie sind in das komplette Wand- und Deckenkonstrukt eingearbeitet und reflektieren nicht nur das Licht der direkten Lichtquellen sonder reflektieren sich selbst auch untereinander. Das Resultat sind immer wieder neue, verschiedenartige Lichtstimmungen, die letztlich auch den kleinsten Rest an räumlicher Begrenzung aufheben.

Die Spiegel verändern die eindrücke, erinnern an eine Art Sternenhimmel, regen die Phantasie an und versetzen in Stimmung. Wer hier schwimmt, dem erscheinen die 500 Spiegel wie kleine Fenster in eine unendliche Weite. Ihr Lebhaftigkeit macht sie im Vorbeischwimmen zu kleinen Sternschnuppen. Sie tauchen sie ehemals starre Schwimmhalle in eine dynamische und doch mystische Welt der Wahrnehmung.

FACTLIGHT Pressemitteilung 08-2007
Autor: Stefan Volkamer
Agentur: FACTLIGHT Presseagentur
www.factlight.de